Vergleich
Förderberatungen nehmen 10-20% deiner Bewilligung - kleine Anträge nehmen sie gar nicht erst. Hier ist die Alternative.

Förderberatungen sind echte Expertinnen und verdienen ihr Geld an siebenstelligen Forschungstransfer-Phase-II-Anträgen. Bei einem Gründerstipendium (139.600 € über 12 Monate) sind die typischen 15% genau 20.940 € - gezahlt aus Geld, das du noch nicht gesehen hast, für einen Antrag, der noch nicht bewilligt ist. Und lies den Vertrag zweimal: Viele Agenturen rechnen den Prozentsatz auf die beantragten Projektkosten statt auf die Bewilligungssumme - so werden aus genannten "5%" schnell effektiv ein Drittel dessen, was wirklich auf deinem Konto landet. Grants kostet einen festen Monatsbeitrag, der Scheck bleibt bei dir, und die strukturellen und sprachlichen Wins sind ca. 80% dessen, was eine Senior-Beraterin liefert. Das ist Software, keine Rechts- oder Steuerberatung, und weder Tool noch Berater:in können dir die Förderung versprechen. Bevor du unterzeichnest, lies unseren Leitfaden zur Gebühren-Verhandlung. Berater:in für achtstellige Stakes oder wenn der Prozess deine Kapazität wirklich übersteigt; uns für den Rest.
Die meisten deutschen Förderberatungen nennen 10-20% Erfolgsprovision der Bewilligung, fällig nach Auszahlung. Manche dazu eine Basis-Retainer-Pauschale von 2.000-8.000 € im Voraus, Sieg oder Niederlage. Das Modell ist rational - die Beraterin trägt das Risiko der 44,7%-Ablehnungsquote (EXIST-Monitoring 2024) - und genau deshalb skaliert es bei kleinen Anträgen nicht. 15% auf ein EXIST-Gründerstipendium decken kaum die Stunden; auf einen Forschungstransfer Phase II finanzieren sie das nächste Quartal. Die Agentur entscheidet sich jedes Mal für letzteres.
Bricht man das Mandat auf seine Mechanik herunter, liefert eine Senior-Beraterin (1) Abschnittsstruktur passend zu PTJ-Erwartungen, (2) Sprachkonventionen, auf die Gutachten anspringen, (3) einen Vor-Einreichungs-Check gegen EXIST-Kriterien, (4) Frist-Schäferhündigkeit. Punkte 1-3 sind statisches Wissen - derselbe Rat für jede Antragstellerin. Das ist im Tool drin. Punkt 4 ist Kalender-Disziplin, die jedes Tool kann. Was menschlich einzigartig bleibt: Insider-Kontext zu einem konkreten Gutachter-Panel, Hochschul-Koordination, die Politik bei Verbund-Anträgen. Das kauft man stundenweise dazu, wenn nötig.
Das Muster, das für die meisten Gründer:innen funktioniert: den Antrag hier in sechs bis acht Wochen schreiben (so dass Struktur, Sprache und Kriterien-Checks gratis mitlaufen), dann ein oder zwei Vor-Einreichungs-Reviews bei einer Förderberatung zum Stundensatz buchen. 300-800 € für zwei Stunden Senior-Blick sind ein anderes Gespräch als 15% der Bewilligung - und du behältst die Autorschaft. Das Gründungsbüro deiner Hochschule bietet das oft kostenlos an.
Die teuerste Zeile in einem Beratervertrag ist das Wort, an dem der Prozentsatz hängt. Genannte "5%" klingen moderat - bis du prüfst, ob es 5% der Bewilligung oder 5% der beantragten Projektkosten sind. Da die Forschungszulage 15-35% der förderfähigen Kosten auszahlt, ist ein Honorar auf der Kostenbasis zwei- bis sechsmal größer als derselbe Prozentsatz auf die echte Bewilligung. Ein Rechenbeispiel aus dem Markt: 5% auf 1,4 Mio. € beantragte Kosten sind 75.000 € Honorar - gegen eine Bewilligung von 225.000 € sind das effektiv 33% Provision. Verankere den Prozentsatz vor der Unterschrift immer an der ausgezahlten Summe und frag nach gestaffelten Sätzen oberhalb von 250 T€.
Neben der Honorar-Basis verschieben drei Klauseln still das Risiko zu dir. (1) Vorab- oder Konzepthonorar von 2.000-8.000 €, fällig bei Sieg oder Niederlage - eine Gründerin zahlte 5.000 € für ein später als nicht förderfähig eingestuftes Projekt und verlor alles. (2) Eine Zeile "fällig spätestens sechs Monate nach Bescheinigung", die das volle Erfolgshonorar erzwingt, bevor das Geld überhaupt ausgezahlt ist. (3) Auto-Verlängerungsklauseln, die das Mandat ins nächste Jahr rollen; eine souveräne Berater:in braucht sie nicht. Prüfe auch, wer haftet, wenn eine Prüfung später Geld zurückfordert - in vielen klassischen Modellen bist das ganz allein du. Das ist keine Rechtsberatung; lass alles Sechsstellige von einer Anwält:in gegenlesen.
Eine ausgelastete Förderberatung betreut viele Antragstellende, und in einem Call mit fester Frist (EXIST, IGP, ein regionaler Wettbewerb) konkurrieren einige davon mit dir um denselben Topf. Das muss kein Problem sein, aber es macht eine Vertraulichkeitsklausel und eine klare Aussage zur Text-Wiederverwendung erfragenswert. Den Antrag selbst zu schreiben umgeht die Frage komplett: Idee, Formulierung und strategische Rahmung verlassen nie dein Team. Wenn du delegierst, regle Autorschaft und IP des Dokuments schriftlich - es wird Teil deines Due-Diligence-Pakets, wenn Investor:innen oder das nächste Programm es sehen wollen. Unser Leitfaden zu den fünf Fehlern erklärt, warum ein Dokument, das wirklich nach dem Gründungsteam klingt, bei Gutachten stärker wirkt als ein Agentur-Hausstil.
Ein Berater-Mandat endet mit der Einreichung des Antrags. Das Wissen, warum der Arbeitsplan so getaktet wurde, wie das Budget auf die Vorhabenbeschreibung abbildete, welches Kriterium jeder Absatz beantwortet - all das geht zur Tür hinaus. Die meisten geförderten Startups beantragen erneut: ein Folgeprogramm, eine Forschungszulage, einen Landes-Wettbewerb, einen EU-Call. Den ersten Antrag selbst zu schreiben macht daraus internes Können, auf dem der zweite läuft. Es heißt auch, dass du Rückfragen der Gutachten und am Ende den Verwendungsnachweis ohne erneutes Mandat beantworten kannst. Ein Tool, das die Kriterien kodiert, bleibt über all diese Runden bei dir; ein Einzel-Engagement nicht.
Muss ich zahlen, wenn mein Antrag abgelehnt wird? Das Erfolgshonorar nicht - das ist der Sinn des Modells. Aber ein Vorab-Konzepthonorar (oft 2.000-8.000 €) ist meist fällig, Sieg oder Niederlage; lies also, was erfolgsabhängig ist und was nicht.
Ist eine Berater:in für 1.500 € ein Schnäppchen? Zu dem Preis kaufst du eine Light-Touch-Vorlage oder eine einzelne Review-Stunde, keine Senior-Kraft, die den ganzen Antrag schreibt - ein Pauschal-Tool plus das kostenlose Gründungsbüro-Review deiner Hochschule schlägt das meist. Günstig und "Full Service" gehen selten zusammen.
Kann eine Berater:in die Förderung garantieren? Nein - und ein Versprechen, dass sie es kann, ist selbst eine rote Flagge. Bei einer EXIST-Ablehnungsquote um die 45% garantiert keine seriöse Partei ein Ergebnis; sie verbessert die Chancen. Siehe unsere Aufschlüsselung der Ablehnungsgründe.
Was verliere ich wirklich, wenn ich keine beauftrage? Kapazität (jemand anderes schreibt), Insider-Panel-Kontext und Verbund-Koordination. Wenn das für deinen Fall zählt, kauf es stundenweise statt als Prozentsatz - und behalte trotzdem die Autorschaft. Dieselbe Logik gilt für die Nachweis-Ebene wie Kunden-LoIs, siehe unseren LoI-Leitfaden.
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Kosten bei 139.600€ EXIST-Bewilligung | ~100€/Jahr | ~20.000€ |
Honorar berechnet auf… Bewilligung vs beantragte Projektkosten | Pauschal - kein % | Oft beantragte Kosten |
Vorab-Honorar, Sieg oder Niederlage | 2-8 T€ üblich | |
Nimmt kleine Anträge | ||
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Baut internes Antrags-Know-how für die nächste Runde | ||
Arbeitet für konkurrierende Anträge im selben Call | Nie | Möglich |
Autorschaft + IP des Texts bleiben bei dir | Verhandelbar | |
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